Tshâkka

Allgemeines Wissen

Sagen und Überlieferungen der Menschen erzählen von der urzeitlichen Erschaffung der Tshâkka aus Fels und Eisen. Tshâkka sind ungeschlagene Waffenschmiede und Edelsteinschleifer, aber auch das Bauen mit Stein macht ihnen niemand so schnell nach, weshalb sie auch sehr begehrt als Baumeister sind.
Tshâkka haben unproportional kurze Beine, was sie zu schlechten Läufern und Reitern macht. Der Rumpf ist stämmig und breitschultrig (mehr als doppelt so breit wie der eines Menschen), was dieser Art sehr starke Arme verleiht. Im Gegensatz zu den stark behaarten Tshâkka haben die zur Fülle neigenden Tshâkkia kaum Körperhaare und entgegen vieler Gerüchte wächst ihnen kein Bart, dafür sind sie meist mit einer beachtlichen Oberweite ausgestattet. Die üppige Gesichtsbehaarung ist der Stolz eines Tshâk, der sie oft phantasievoll schmückt. Sie haben rundliche, pausbackige Gesichter mit grossen Augen, immer roten Wangen und häufig breiten, stumpfen teilweise fast platten oder knorrigschmalen, langspitzigen Nasen. Für einen Menschen wirken die Gesichtszüge eines Tshâk grotesk ohne aber hässlich oder abstossend zu sein.

Namensgebung der Tshâkka

Egal welchem Volk die Tshâkka angehören, tragen sie nur einen Eigennamen (e.g. "Dorn"), an den beschreibende Namen und Sätze angehängt werden. Für die Menschen sind Tshâkka-Namen sowohl lang als auch kompliziert, weshalb sich eine kurze Ausführung darüber, wie ein Tshâk oder eine Tshâkian zu ihrem Namen kommt, als nützlich und wertvoll erweist.
Ein sippenloser oder ausgestossener Tshâk, oder einer der sich seiner Sippe schämt oder seine Identität verbergen will, hängt für gewöhnlich nur den Namen seines Delfs oder Binge an, um sich von anderen Tshâkka mit dem gleichen Namen abzuheben. Die legitimen Gründe seine Sippe zu verheimlichen, besonders vor Nichtzwergen, sind überraschenderweise äusserst vielfältig. Für einen umherziehenden Tshâk-Händler bspw. würde die Enthüllung seiner Sippe den Konkurrenten bloss die Möglichkeit geben, ihn zu erpressen, zu betrügen und zeitraubende Bitten - falsche oder hoffnungslose - von anderen der Sippe, die versuchen werden, den Händler als Mittelsmann, Vorsprecher oder Agent zu missbrauchen.
Wäre unser Dorn ein umherziehender Händler, würde er sich selbst "Dorn vom KeldarDelf" nennen. Die Bezeichnung eines Delfs oder einer Binge wird natürlich nur gebraucht, wenn man sich nicht gerade in ihm bzw. ihr befindet. Innerhalb eines Delfs (oder Binge), muss der Tshâk schon genauer sein (e.g. "Dorn von den Feuerhöhlen"). Die Verwendung eines mythischen oder vernichteten Delfs kann entweder eine Frage von Stolz oder von Täuschung sein. Unter Nichtzwergen benutzen einige Tshâkka bloss den Namen einer bekannten Ortschaft ("Dorn von Amphail").
Ein Tshâk der bewusst Informationen verbirgt (i.e. gegenüber einem feindseligen Befrager) wird oft sagen, dass er bloss "von den Tshâkka" sei, was einem anderen Tshâk gegenüber einer Beleidigung gleichkommt. Bspw. "Ich bin Dorn, von den Tshâkka", in einem Ton ausgesprochen, der unausgesprochen andeutet "Irgendwelche Probleme damit?".

Unter Tshâkka ist es weit verbreitet den Sippennamen anzugeben ("Dorn Klingenbiss"); das Delf oder die Binge müssen nur angegeben werden, wenn eine Sippe in mehr als einem Delf oder Binge verbreitet ist.
Weil die Tshâkka sehr Stolz auf ihre Herkunft sind, wird er, wenn er von einem Tshâkka-Helden abstammt, die Bezeichnung "saghn an" ("Sohn des") oder "arsaghn an" ("Enkel des") seinem Namen beifügen ("Dorn saghn an Tyrtar"). Tshâkia gebrauchen gelegentlich die Bezeichnung "saghn an", um ihr Geschlecht vor Nichtzwergen zu verbergen, bevorzugen aber unter normalen Umständen die Bezeichnung "daul an" (Tshâkur für "Tochter des/der" bzw. ardaul an "Enkelin des/der"); bspw. also "Dorna daul an Tyrtar".
Ist der Nachkomme mehr als zwei Generationen entfernt, wird die Bezeichnung "blad an" ("Blut des/der") verwendet - aber nur in Fällen der berühmtesten Helden und Herrscher, bspw. also "Dorn blad an Brak".
Sobald jedoch zwei oder mehrere Tshâkka aufgrund des gleichen Namens verwechselt werden können, wird ein beschreibender Beiname zugefügt. Dies kommt in den Reihen einer Sippe, die nur an einem Ort siedelt recht häufig vor, wo zwei Tshâkka neben dem Eigennamen auch Blutlinie, Sippe und Ortschaft teilen. Der Beiname kann dabei so einfach sein wie "Der Jüngere", oder "Einauge" oder sich auf eine Leistung oder Interessensbereich beziehen ("Weltwanderer" oder "Wyrmjäger").
Einige der häufigsten Beinamen sind: der Unerschrockene, Drachenjäger, Feuerbart, Gabelbart, Abschaumbann, der Grimmige, Hammerhand, der Ältere, Garghkkatöter, Wildbart, der Jüngere, usw.
Ein letzter Hinweis: einige Tshâkka-Familien benutzen kombinierte Namen als Alternative - oder gar gemeinsam - zu Beinamen. Die daraus folgende Schwerfälligkeit führte dazu, dass diese Praxis heutzutage fast gänzlich verschwunden ist, aber man trifft immer noch einige Tshâkka an, die ihr Resultat tragen.

In einer grossen Tshâkka-Familie, bspw., können zwei oder drei von acht Söhnen "Dorn" gerufen werden. Da vermutlich auch der Vater "Dorn" heisst, werden Beinamen wie "der Jüngere" vermieden; dafür erhält jeder der drei Söhne einen anderen Tshâkka-Namen an ihr "Dorn" angehängt, was dann "Dornadar", "Dorndaggan" und "Dornidrin" ergeben kann. Eine Besichtigung der Namensbeispiele (die gleich anschliessend folgen) zeigt zahllose aber auch lächerliche Möglichkeiten auf. Dem Spielleiter wird empfohlen solche Namen nur für komische NSpF, wie skrupellose und farbige Hausierer und andere zu verwenden, die darauf aus sind, dass ihre Namen weit herum bekannt sind und die einen Ruf gewinnen wollen.
Alle diese Wortergänzungen können natürlich zusammengefügt werden (gemeinsam mit sämtlichen Titel, die ein Tshâk während seines Lebens erlangt). Zurück zu unserem Beispiel Dorn könnte dies ergeben: "Dorn, 'der Jüngere' Klingenbiss, Sohn des Ahrdagh, Blut des Gordrimm, aus den Feuerhöhlen des KeldarDelfs" (In Tshâkur: Dorn 'yanghar', saghn an Ahrdagh, blad an Gordrimm, an Fircaurak an KeldarDelf).

Begleiter von Tshâkka finden es für gewöhnlich einfacher, dem Tshâk einen Spitznamen zu geben, der als Übername Verwendung unter Menschen findet; so ist Dorn "Dorn Feuerdrache", wenn er mit der Kompanie der Sternenkrone unterwegs ist. Wenn er durch die obszönen Heldentaten der Kompanie nicht so beschämt worden wäre, könnte Dorn sich einfach "Dorn Klingenbiss" nennen, wenn er unter ihnen weilt. Dorn will jedoch weder seine Sippe verärgern noch Schande über ihn bringen.
Tshâkka auf Wanderlust, oder die nur in menschlichen Gesellschaft leben, die ausgestossen sind oder seit ihrer Geburt keine Sippenbindungen haben, nehmen für gewöhnlich menschliche Nachnamen an (siehe dazu auch den Abschnitt über Bruderschaften. Die meisten ihrer Führer sind so benannt).

Männliche Namen

Abbaer, Adalaer , Adiir, Adlonar, Agamar, Amhaer, Anbar, Anadar, Arn, Arnval, Arnwold, Athlur, Babras, Balendilín, Baern, Balir, Barr, Barundar, Bavalar, Bavragor, Begnar, Belaer, Beldar, Beldobin, Belginaer, Beroïn, Besendar, Bettargh, Bigor, Bisil, Bislipur, Blaeth, Blunth, Boimli, Boïndil, Borengar, Borin, Boront, Bramdal, Breshan, Bucklai, Bulingar, Bundror, Bryth, Calúngor, Cernd, Cindarm, Cuadaulyn, Dankil, Daurant, Delgar, Denar, Denninor, Dobynaer, Donabar, Dunnabar, Dorn, Durl, Ebersar, Elmrynor, Elshar, Emerlinar, Erdenar, Faernor, Flint, Fyrfar, Gadlynar, Gafur, Gandogar, Garn, Garntar, Gasur, Gemmil, Gimdur, Gimli, Giselbart, Gisgurd, Glaïmbar, Gleran, Glinus, Gloin, Glurin, Glyir, Goïmdil, Gufgar, Gunadrabur, Haeldar, Hathar, Helmaer, Idrinor, Igilar, Immar, Iolar, Irlar, Isilar, Isinghar, Jalabar, Jhoebrynor, Jorn, Karlynar, Keldornar, Konar, Labur, Lambrynor, Loderr, Loisil, Lorimbas, Lorimbur, Lotrobur, Lutgher, Maegar, Maelagar, Maergar, Marinor, Mithanor, Morin, Negan, Nisin, Nor, Obrynar, Orlagondir, Pheldyr, Rahaenar, Rhamildar, Riblys, Rindol, Rindorn, Rogan, Romo, Rorn, Sandor, Salfalur, Segan, Shendar, Sobrynar, Sorn, Storh, Tagar, Taghar, Taldor, Taldynor, Tasster, Teszter, Theogil, Therlarnor, Thirig, Thirag, Tungdil, Tognus, Tol, Tuir, Turbaern, Uldred, Ulnor, Voilin, Wolfric

Weibliche Namen (Endungen auf -in, -ri, -stri, -thri, -lîm, -rîm, -ran)

Abaerlîm, Abrynri, Acanthri, Alanrîm, Alingwenri, Altindri, Ambrillîm, Andreenarîm, Aournelîm, Arcleeathri, Arcleiaran, Arndaeran, Asryndari, Athalîm, Baerlathri, Baernalîm, Balgaraeran, Balyndil, Barlri, Bareenarîm, Baruinlîm, Blaerillîm, Belbarrîm, Bebiran, Belmaerthri, Beressrîm, Behtrilîm, Behtryran, Blaeressri, Blythrynnran, Borylri, Boryllastri, Breenarîm, Breenararan, Brolyran, Brylyanran, Bucklynnstri, Bryarathri, Brwclaran, Caennaran, Cathlynnrîm, Chaeralîm, Chethri, Cliarastri, Ciniverri, Clanastri, Cyrlinnran, Cyrlynran, Daglaran, Daenaran, Desmilîm, Donarastri, Dornalîm, Dyarnarîm, Eberynnilîm, Elillri, Elmuthaeri, Elossari, Elshaethri, Elshaenran, Elubryllari, Elwynri, Everildran, Faernulîm, Fenlikari, Fyrlynnran, Fyrna, Gaenastri, Gareenarîm, Gwelonnalîm, Gwyllaran, Gwythirrîm, Gutniaran, Haegararîm, Haetheri, Hallastri, Hallasri, Hathliaran, Helmyrralîm, Ilisari, Ingarethri, Ingelîm, Inyambaran, Isanthri, Isdlaran, Isleenro, Jaebryllaran, Jessran, Jhanthri, Jhonlîm, Juindaerîm, Joyran, Joyuin, Joyunri, Karrivran, Keelyri, Kealaelîm, Keshilîm, Khanosilarin, Kazharalîm, Kiiran, Kyriss, Lindarîm, Llorriin, Maegaran, Maerithri, Maetherîm, Mairhastri, Marlvaeri, Merulîn, Miiran, Mondraetheri, Moryran, Myrmianda, Nandaeran, Nethrystri, Olnaetheri, Olosaeran, Oralin, Othyilîm, Phaebastri, Pydrithilîm, Rethusran, Rhaereri, Riddarîm, Rorrinarîm, Sanda, Sealyanri, Shalaghastri, Silfanari, Sovyanri, Teshuran, Thelarnari, Thrindelîm, Tithmelîm, Tolantran, Taulantran, Tuaran, Tuathran, Tuvalîm, Uldreddari, Ulurdandran, Varunatrhi, Veldineri, Xamtys, Yanthaeran, Yrdiss, Ysollaran, Ysorkari, Zanlikalîm, Zarnaran

Evêdda (Sippennamen)

Adlerkluft, Alabasterhaut, Ambosskraft, Axtschwinger, Bärenschulter, Blutaugen, Bronzebart, Bruchnatter, Donnerbeil, Donnerfels, Donnerbolzen, Donnerschmied, Drachentöter, Edelhaupt, Einarm, Eisenauge, Eisendrücker, Eisenfinger, Eisenhand, Eisenherz, Eisennagel, Eisenschild, Eisenstern, Feindeshammer, Feinhand, Felsenfaust, Felsspalter, Feueraxt, Feuerbart, Feuerfels, Feuerhand, Feuerklinge, Feuermal, Feuermähne, Feuermut, Feuerreiter, Feuerschmied, Frostbart, Golddaumen, Goldhand, Gutschmieder, Hammerfaust, Hammerhand, Harthammer, Harthand, Juwelenzepter, Klingenbiss, Kronenschild, Meisterklinge, Rothammer, Rumnaheim, Säulenschlag, Schädelspalter, Scharfklinge, Schildbrech, Schlachthammer, Schmetterhand, Schwarzbanner, Schwarzhammer, Schwarzklinge, Schwarzschädel, Schwielenfaust, Silberbart, Stahlherz, Starkfinger, Starkarm, Steinaxt, Steinfaust, Steinkopf, Steinmalmer, Steinschild, Steinschulter, Streithammer, Sturmglut, Sturmpike, Tiefaxt, Tiefgräber, Trotzstirn, Wahrschild, Wahrschmiede, Weisshaupt, Zielmeister, Zornbrecher, Zweiklinge

Die Völker der Tshâkka

Die Hautfarbe der Tshâkka ist für gewöhnlich milchig bis rötlich weiss oder leicht gebräunt. Ausnahmen davon bilden die schwarzhäutigen Bavorinaer und die rothäutigen Thelórinaer. Dennoch kennen die Tshâkka den Begriff Rassen nicht sondern sprechen von Völkern, die ihre Abstammung in direkter Linie jeweils auf einen der Urväter und -mütter, den heutigen Ahnengöttern, zurückführen.

Die Barinaer siedeln im Embarkaal-Massiv auf dem Kontinent Enwhyar, das zwischen den Säulen des Himmels und der Delhara-Ebene auf der nordwestlichen Seite dieses Erdteils liegt, im KraggenDelf.
Die Wanderung hat die Bávorinaer tief in die Schwarzen Reiche der Kohangoro geführt, wo sie sich am Fusse des Karadorn-Gebirges niedergelassen haben und wo ihr Blut sich mit den dort heimischen Sengalas vermischt hat.
Die in den Säulen des Himmels siedelnden Darekaer haben keinen leichten Stand, schliesst sich doch im Osten das Zerbrochene Land an die Säulen des Himmels, aus dem immer wieder Vûlghrakka-Horden gegen ihre Bingen und Delfe vorstossen. Bis auf KibilDelf sind heute alle anderen Siedlungsfestungen der Tshâkka gefallen.
Die Haldinaer sind in Valaronne und Vraelingard zu Hause. In Valaronne haben sie gar ihre Bingensiedlungsweise aufgegeben und die Gärten Hopfenstätts, der wohl einzigen Tshâkka-Siedlung, die vollständig oberirdisch verläuft, sind weltberühmt. Natürlich sind die Biere aus den Brauereien Hopfenstätts ebenfalls weltberühmt.
Wo im Osten die Thárinaer sich niedergelassen haben und ob sie überhaupt noch existieren ist völlig unbekannt. Sie werden als das verschollene Volk der Tshâkka bezeichnet und schon manche Tshâkka-Gruppe der verschiedenen anderen Völker hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Thárinaer zu finden und sind in das Zerbrochene Land aufgebrochen. Zurückgegekehrt ist bis heute niemand.
Die Thelórinaer haben sich im Grossen Bruch niedergelassen, der sich südlich von Zandara bis zu den Säulen des Himmels nach Osten erstreckt.

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