Die Picaellu

Das Volk der Picaellu wohnt sowohl in einem Landstreifen westlich von Valaronne, wie auch auf den Mondteich-Inseln.

Die breitschultrigen Picaellu sind von untersetzter, stämmiger Statur, haben kurze Oberkörper und auffällig lange Arme, deren Unterarme so stark behaart sind wie ihre breite Brust. Sie ragen nur gerade 1m45 auf, wohl wegen dem extrem gekrümmten Rückgrat, und wiegen doch erstaunliche 70 kg. Sie haben einen runden Kopf mit fliehender Stirn und vorspringendem Kinn, glattes schwarzes Haar (meist zu einem hohen Rossschwanz zurückgebunden), mit dunkel- oder schwarzbraunen Augen unter ausgeprägten Brauenwülsten. Nur sehr selten kommen grüne oder bernsteinfarbene Augen vor, und Picaellu mit diesen Augenfarben gelten als Auserwählte. Sie haben eine sehr breite und flache Nase über einem schmallippigen breiten Mund.
Viele Picaellu haben zudem einen Buckel und ihre ungesund fahle Haut ist von Flechten und Warzen überzogen. Ob die blauen und weissen Muster und Tatöwierungen religiöse Bedeutung mit gar magischer Wirkung haben, ist bei den Ovenaskis-Gelehrten heftig umstritten.
Picaelle tragen einfarbige Lederkilte, die aus zusammengenähten Häuten der von ihnen erlegten Tiere und Feinde bestehen, absatzlose Schleppstulpenstiefel (eine Art ineinander übergehende Mokassin und Leggins, deren breite Umschläge, die Stulpen, bis über die Knöchel hinab reichen und deshalb den Beinen einen verstärkten Schutz verleihen) mit bis Mitte Oberschenkel reichen Kniebändern, die wie die Unterarmbänder mit Knochen-, Horn-, Stein- & Metallstücken verziert/stärkt sind.
Weiter ist an den Picaellu auffällig, dass sie so viele Talismane tragen und es überrascht wie leise sie sich dennoch bewegen können.
Den Caellu, den 'Seelenspeer' beherrschen die Picaellu, was in ihrer verrohten, rudimentären und primitiven Sprache "Die mit den Speeren" heisst, wie wohl kaum ein anderes Volk, was sie so gefürchtet macht.
Sie sind als Kopfjäger verschrien, d.h. sie sammeln die Schädel ihrer eigenhändig erschlagenen Feinde als Trophäen.

Die Picaellu sind zumindest halb-nomadische Jäger und Sammler und leben heute im Elend. Nicht länger wohnen die Picaellu in eigentlichen Behausungen sondern suchen wie Tiere in Erdlöchern und Höhlen für kurze Zeit Unterschlupf, bevor sie sich wieder auf den Weg machen.
Kulturelle Waffen sind Basillard, Schneidzahn, Picaellu und Schleuder (nur Steingeschosse; über Ton- und Bleigeschosse verfügen sie ausschliesslich, wenn sie solche erbeuten können).
Es gibt heutzutage nur noch wenige Schmiede unter den Picaellu, die Basilard, Schneidzahn und Picaellu selbst noch herstellen können. Entsprechend sind diese hoch angesehen, werden als beinahe göttlich verehrt und unter allen Umständen beschützt.

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